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Dieser Artikel beschreibt den ehemaligen Rennfahrer; sein Sohn wird unter Nelson Angelo Piquet erläutert.
Nelson Piquet
Nelson Piquet
BrazilBrazil
Fahrerweltmeisterschaft
Erster Grand Prix Deutschland 1978
Letzter Grand Prix Australien 1991
Teams
1978 Ensign - 1978 McLaren - 1978-1985 Brabham - 1986-1987 Williams - 1988-1989 Lotus - 1990-1991 Benetton
Statistik
Rennen Poles Podien Siege
204 24 60 23
Schnellste Runden 23
Führungsrunden 1.603 Runden über 7.605,9 km
WM-Titel 3 (1981, 1983, 1987)
WM-Punkte 485,5
Piquet im Brabham, 1985
Piquets Williams-Honda, mit dem er 1987 die Weltmeisterschaft gewann
Nelson Piquet 1980 im BMW M 1 auf dem Nürburgring

Nelson Souto-Maior (genannt Nelson Fredo Piquet, nach dem Geburtsnamen seiner Mutter; * 17. August 1952 in Rio de Janeiro) ist ein ehemaliger brasilianischer Rennfahrer und war zwischen 1978 und 1991 in der Formel 1 aktiv. In dieser Zeit wurde er dreimal Weltmeister und gehört damit zu den erfolgreichsten Formel-1-Piloten der 1980er Jahre.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Nelson Piquet startete eine klassische Formel-1-Karriere. Bereits als kleiner Junge von zwölf Jahren fuhr er Kart in einer regionalen Serie. Dabei wurde Piquet von seinen Eltern, die den Sport nur für ein Hobby hielten, finanziell unterstützt. Nach anfänglicher Schwäche wurde er 1968 Dritter der Brasilianischen Meisterschaft. Dennoch widmete er sich weiterhin aufmerksam der Schule und machte 1970 sein Abitur. Bereits 1971 wurde er Brasilianischer Meister und 1972 erhielt er einen Vertrag in der Formel Super Vee, bei der er sich regelmäßig unter den Top-Ten behaupten konnte. 1977 fuhr er in der italienischen Formel-3-Meisterschaft und gewann bereits im ersten Jahr zwei Rennen. 1978 startete er in der britischen Formel 3, die er als Meister beendete.

Piquets Formel-1-Karriere begann noch im selben Jahr bei Ensign und McLaren. 1979 wurde er Teamkollege von Niki Lauda bei Brabham. Nach dessen Rücktritt wurde er die neue Nummer 1. 1980 wurde er bereits Vize-Weltmeister hinter Alan Jones. 1981 wurde er im letzten Rennen im Duell mit Carlos Reutemann zum ersten Mal Weltmeister. Ab 1982 fuhr er mit dem neuen BMW-Turbomotor. Diese Kombination führte 1983 zum ersten WM-Titel mit einem Turbomotor. Im letzten Rennen überholte er noch Alain Prost im Renault, dem Pionier in der Turbotechnik. Bis 1985 blieb er Brabham treu.

1986 wechselte er zu Williams-Honda. Zwei Jahre lang lieferte er sich legendäre Duelle mit seinem Teamkollegen Nigel Mansell, dem in diesem Zeitraum zwar mehr Siege gelangen, doch der WM-Titel 1987 ging an Piquet. 1986 wurde er WM-Dritter.

Im Folgejahr wechselte er nach der Trennung von Williams und Motorenlieferant Honda zu Lotus-Honda, wo ihm die früheren Erfolge jedoch versagt blieben. 1990 und 1991 fuhr er für das Benetton-Team, bei dem er seine letzten drei Grand-Prix-Siege erringen konnte.

Insgesamt errang Piquet 23 Grand-Prix-Siege und gewann 1981, 1983 und 1987 die Weltmeisterschaft. Er fuhr 204 Formel-1-Rennen und gehört damit zu den wenigen Fahrern, die mehr als 200 Grand Prix bestritten.

Nach seiner Karriere in der Formel 1 wechselte er in die IndyCar World Series, dort verunglückte er 1992 beim Training zu den 500 Meilen von Indianapolis schwer und zog sich erhebliche Beinverletzungen zu. Dies veranlasste ihn, seine aktive Rennfahrerkarriere zu beenden.

Persönliches

Eines von Piquets sechs Kindern, sein Sohn Nelson Angelo Piquet, startet ab der Saison 2008 ebenfalls in der Formel 1.

Zahlen und Daten

  • 1971 Brasilianischer Juniorenkartmeister
  • 1978 Meister britische Formel 3

F1-Saisons

Saison Team Startnr. Rennen Platzierung Punkte Siege Poles FLs Teamkollege
1978 the United Kingdomthe United Kingdom Ensign-Ford 22 1 - - - - - AustriaAustria Harald Ertl (-)
the United Kingdomthe United Kingdom McLaren-Ford 29 3 - - - - the United Statesthe United States Brett Lunger (-)
the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-Alfa 66 1 - - - - AustriaAustria Niki Lauda (WM-4.)
the United Kingdomthe United Kingdom John Watson (WM-6.)
1979 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-Alfa 6 15 WM-15. 3 - - 1 AustriaAustria Niki Lauda (WM-14.)
ArgentinaArgentina Ricardo Zunino (-)
1980 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-Ford 5 14 WM-2. 54 3 2 1 ArgentinaArgentina Ricardo Zunino (-)
MexicoMexico Hector Rebaque (WM-20.)
1981 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-Ford 5 15 Weltmeister 50 3 4 1 MexicoMexico Hector Rebaque (WM-10.)
1982 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-Ford
the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-BMW
1 14 WM-11. 20 1 1 2 ItalyItaly Riccardo Patrese (WM-10.)
1983 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-BMW 5 15 Weltmeister 59 3 1 4 ItalyItaly Riccardo Patrese (WM-9.)
1984 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-BMW 1 16 WM-5. 29 2 9 3 ItalyItaly Teo Fabi (WM-12.)
ItalyItaly Corrado Fabi (-)
GermanyGermany Manfred Winkelhock (-)
1985 the United Kingdomthe United Kingdom Brabham-BMW 7 16 WM-8. 21 1 1 - FranceFrance François Hesnault (-)
Switzerland within 2to3Switzerland within 2to3 Marc Surer (WM-13.)
1986 the United Kingdomthe United Kingdom Williams-Honda 6 16 WM-3. 69 4 2 7 the United Kingdomthe United Kingdom Nigel Mansell (WM-2.)
1987 the United Kingdomthe United Kingdom Williams-Honda 6 15 Weltmeister 73 (76) 3 4 4 the United Kingdomthe United Kingdom Nigel Mansell (WM-2.)
1988 the United Kingdomthe United Kingdom Lotus-Honda 1 16 WM-6. 22 - - - JapanJapan Satoru Nakajima (WM-16.)
1989 the United Kingdomthe United Kingdom Lotus-Judd 11 15 WM-8. 12 - - - JapanJapan Satoru Nakajima (WM-21.)
1990 the United Kingdomthe United Kingdom Benetton-Ford 20 16 WM-3. 43 (44) 2 - - ItalyItaly Alessandro Nannini (WM-8.)
BrazilBrazil Roberto Moreno (WM-10.)
1991 the United Kingdomthe United Kingdom Benetton-Ford 20 16 WM-6. 26,5 1 - - BrazilBrazil Roberto Moreno (WM-10.)
GermanyGermany Michael Schumacher (WM-13.)

Grand-Prix-Siege

Weltmeistertitel

Weblinks

Commons Commons: Nelson Piquet - Bilder, Videos und Audiodateien


 

 

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