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Totenmasken sind Gips- oder Wachsabdrücke vom Gesicht eines Verstorbenen.
Herstellung
Totenmaske des Tutanchamun in Kairo
Dazu wird zunächst das Gesicht eingefettet und danach mit weichem Wachs oder Gipsbinden ausgefüllt. Ist das Füllmaterial erstarrt, kann es dank der dünnen trennenden Fettschicht leicht abgenommen werden. Um ein Positiv zu erreichen, werden anschließend die Negativabdrücke ausgegossen. Dazu wird heute meist Gips oder Bronze, früher aber auch Gold verwendet.
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, das oben beschriebene Verfahren anzuwenden, doch gibt es heute ganz neue, wesentlich verbesserte Rezepturen und Verfahren, um eine Abformung zu machen, die der -aufgelegten Gipsbinde- qualitativ bei weitem überlegen sind.
Historie
Seit der Antike kennt man Totenmasken, die sich insbesondere während der Klassik großer Beliebtheit erfreuten, um sich an die Verschiedenen besser erinnern zu können. Viele Totenmasken bestanden in der Antike und im alten Ägypten aus Gold, wobei die ägyptischen Masken jedoch keine Totenmasken im engeren Sinne sind, da sie frei gestaltet und nicht wie oben beschrieben auf dem Gesicht des Toten gearbeitet wurden. Zu den bekanntesten ägyptischen Masken zählt die Totenmaske des Tutanchamun. Eine weitere bekannte Maske eines Verstorbenen ist die Goldmaske des Agamemnon.
Unbearbeitete Totenmasken können den unvorbereiteten Betrachter durch den Anblick des eingefallenen Gesichts (wie z.B. bei der Totenmaske Friedrichs des Großen) abschreckend wirken. Deshalb wurden in der Renaissance viele Totenmasken nachträglich bearbeitet, so dass sie keine unverfälschten Aufschlüsse über das tatsächliche Aussehen des Verstorbenen geben können. Hauptsächlich dienten sie in allen Zeiten dazu, aus den Masken Bildnisse oder Büsten herzustellen.
Erst im 19. Jahrhundert erkannte man ihren Eigenwert und ihre Bedeutung für die Kunst. Deshalb wurden von vielen bedeutenden Persönlichkeiten Totenmasken abgenommen. Bei manchen Personen wurde die Maske jedoch bereits zu Lebzeiten angefertigt.
Besonderheiten
- Die Totenmaske Max Liebermann von 1935 gehört zu den ungewöhnlichsten Abformungen. Auf Wunsch der Witwe hatte der Bildhauer Arno Breker den gesamten Kopf in höchster Perfektion abgeformt. Ein Bronzeabguss gehörte nach 1945 zur Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Er wird zeitweise im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt. Ein Exemplar befindet sich im Museum Arno Breker.
Siehe auch
Weblinks
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