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Die Zeitschrift Rolling Stone ist eine Musikzeitschrift mit Schwerpunkt auf Pop- und Rockmusik.

Inhaltsverzeichnis

In den USA

Das Rolling Stone Magazine ist eines der bekanntesten Musik-Magazine in den Vereinigten Staaten. Es ist seit seinem Bestehen nie auf eine bestimmte Stilrichtung spezialisiert gewesen. Sowohl Marilyn Manson als auch Christina Aguilera erschienen auf dem Titelbild. Distinktiv ist das Format der Zeitschrift. Wegen der breiten Seiten hatte es früher annähernd die Form eines Quadrats.

Der Rolling Stone wurde 1967 von Jann Wenner und dem Musikkritiker Ralph J. Gleason in San Francisco gegründet. Neben Berichten und Reportagen aus der Musikszene werden Informationen über Neuerscheinungen und aktuelle Konzertdaten geboten. Die Zeitschrift spricht Themen rund um Literatur, Film, Internet und Politik, die mit Pop- und Rockkultur in Verbindung stehen, an. Dabei wird von den Autoren -höchstes journalistisches und intellektuelles Niveau- erreicht[1].

Großes Aufsehen erregte die Zeitschrift, als sie im Mai 1972 das Teenidol David Cassidy fast nackt auf der Titelseite präsentierte und der Sänger gegenüber der Zeitschrift einräumte, dass er Haschisch rauche und Sex mit Groupies habe.[2]

In den USA war der Rolling Stone so beliebt, dass der legendäre Playboy-Cartoonist und Singer-Songwriter Shel Silverstein für die von ihm initiierte Hausband Dr. Hook & the Medicine Show das satirisch kauzige Lied Cover of the Rolling Stone schrieb, das eine kommerziell erfolgreiche Single wurde. Prägend waren für den Rolling Stone die Journalisten Hunter S. Thompson und Lester Bangs.

1997 erhielt das Magazin für seine typografische Gestaltung die höchste Auszeichnung des Type Directors Club New York, die Type Directors Club Medal, die nur an Personen und Institutionen verliehen wird, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung der Typografie geleistet haben.

Der Rolling Stone erscheint im Zweiwochenrhythmus. Seit seiner Gründung wird er nicht nach Jahrgängen gelistet, sondern mit einer fortlaufenden Nummer. Die erste Ausgabe erschien am 9. November 1967, die tausendste am 18. Mai 2006.

Heutzutage ist der Rolling Stone nicht mehr ausschließlich als Musikzeitschrift zu bezeichnen. Es werden auch politische und gemischte Artikel veröffentlicht.

Deutsche Ausgabe

Nach einem kurzlebigen Versuch in den 1980er Jahren, mit Frank Steffan als Chefredakteur, konnte mit dem 1994 erfolgten zweiten Versuch das Magazin am Markt etabliert werden. Es erschien ursprünglich im hierzu eigens gegründeten DRS-Verlag, Herausgeber war der Konzertveranstalter Werner Kuhls, Chefredakteure waren Jörg Gülden und Bernd Gockel. Die Freien Mitarbeiter waren bereits von anderen Publikationen her bekannt. Einer der Redakteure der Anfangszeit war der spätere Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. 2002 erfolgte aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Mutter- und DRS-Verlag die Vergabe der Lizenzausgabe an AS Young Mediahouse, einer Tochter des Axel-Springer-Verlags. Sie erscheint dort mit dem einstigen Konkurrenten Musikexpress, eine drohende Kartellklage hierzu konnte abgewendet werden. Chefredakteur blieb Bernd Gockel, der bereits vor dem Verlagswechsel nach dem Ausscheiden von Jörg Gülden alleiniger Chefredakteur war.

Die deutsche Ausgabe erscheint monatlich und erreichte im 3. Quartal 2007 eine verkaufte Auflage von 54.831 Stück (Quelle: IVW).

Im Herbst 2008 ging Rolling Stone gemeinsam mit der US-amerikanischen Alternative-Country-Band Lambchop aus Nashville, Tennessee, einen ungewöhnlichen Weg zur Vermarktung des neuen Albums OH (ohio). Die CD lag samt Plastikhülle und Booklet der Oktober-Ausgabe des Magazins bei, dessen Preis dafür nur geringfügig erhöht wurde.[3]

Auszeichnungen

  • 1996: Echo Redaktion Rolling Stone (Jörg Gülden / Bernd Gockel)

Literatur

  • Jann S. Wenner: Rolling Stone. 1000 Cover - Die Geschichte der einflussreichsten Zeitschrift der Popkultur. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2006. ISBN 3896027360

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. - Rezension im Stern Nr. 5/1987
  2. - Naked Lunchbox: The Business Of David Cassidy. In: Rolling Stone #108, 11. Mai 1972.
  3. - Artikel der Süddeutschen Zeitung[1]

ISSN: 0035-791X



 

 

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